Engagement

 

 

Begonnen hat mein Interesse an der Rehabilitation nach meinem Gehirnschlag erst in meiner zweiten ambulanten Reha, genau in dem Moment, als ich erfuhr, dass es die „Neuroplastizität“ gibt: die Reorganisation des Gehirns an die neue Lebenserfahrung nach dem Schlaganfall.

 

Die Gehirnforschung weiß, dass das Gehirn sich umstrukturieren kann, sich auf neu gelernte Bewegungsabläufe oder Sprache einlassen kann - sozusagen zeitlebens in der Lage ist, sich neu zu verschalten. Sich so neuverschaltet wie es genutzt wird. Das ist die Chance für uns Schlaganfallbetroffene!

Für Menschen mit Schlaganfall gilt es im Gehirn einen neuen Schaltplan  für z.B. verlorengegangene Bewegungsabläufe oder Sprache aufzubauen. Dass dies so ist, müssen wir wissen – das muss uns jemand sagen! Zur Neuroplastizität des Gehirns können Sie im Buch "Als mich der Schlag traf" (Ausgabe 2015) ab Seite 87 mehr lesen.

 

Im Laufe der Zeit ist für mich immer deutlicher geworden, dass viele Patienten aufgeben, weil sie diese Information nicht haben, weil das anstrengende Üben bei Lähmungen und Sprachstörungen ihnen aussichtslos, ja sinnlos erscheint.

Ich möchte herausfinden, was Menschen brauchen, um nach schweren Schicksalsschlägen, wie es ein Schlaganfall ist, wieder auf die Beine zu kommen. Was sie brauchen, um wieder gerne zu lernen, denn aus Neu-Lernen besteht unser ganzes weiteres Leben.